Wirtschaftsforum in Davos: Chinas Allgegenwärtigkeit

Wirtschaftsforum in Davos

Unter dem Motto „Gemeinsame Normen für eine neue Realität“ wird am kommenden Mittwoch zum 41. Mal das Wirtschaftsforum im Schweizer Skiort Davos stattfinden. Und wieder einmal ist es China, das bereits vor Beginn des Forums für Aufmerksamkeit sorgt, ohne überhaupt dabei zu agieren. Vielmehr ist es Chinas bloße Anwesenheit in Davos und nicht zuletzt lässt genau diese die wachsende Allgegenwart der kommunistischen Weltwirtschaftsmacht in Europa erneut spürbar werden.

Im Jahr 1971 folgten 440 hochrangige Manager einer Einladung des Weltwirtschaftswissenschaftlers Klaus Schwab und trafen sich zum ersten Wirtschaftsforum in Davos zusammen. Vierzig Jahre später ist die Resonanz erheblich gestiegen. Die Anzahl ist auf 2500 Teilnehmer begrenzt und auch in diesem Jahr wieder vollkommen ausgeschöpft. Unter den Topmanagern werden auch dreißig Staats- und Regierungschefs auf dem Wirtschaftsforum zu gegen sein. Darunter unter anderem die Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der französische Präsident Nicolas Sarkozy und Russlands Staatspräsident Dimitri Medwedew wird am kommenden Mittwoch die Eröffnungsrede halten.

Spürbar in diesem Jahr ist das umverteilte Gleichgewicht der Teilnehmer der einzelnen Nationen, die auf dem Wirtschaftsforum anwesend sein werden. Auch wenn USA immer noch am stärksten vertreten ist, so haben andere Länder inzwischen an höherer Anwesenheit gewonnen. Doch keines sorgt dabei für mehr Aufmerksamkeit wie China es tut.

Chinas Anwesenheit auf dem Wirtschafsforum

In den beiden letzten Jahren galt das Thema des Wirtschaftsforums in Davos vor allem der Finanzkrise. Nachdem sich nun intensiv mit dem Krisenmanagement befasst wurde, sollen nun die Probleme angepackt werden. „Im zweiten Schritt geht es darum, nach Lösungen zu suchen, die die Probleme nicht isoliert, sondern in Gesamtzusammenhängen betrachtet“, so Schwab gegenüber der Welt Online. Und genau hier kommt die tragende Rolle Chinas wieder zum Vorschein, weil nicht nur, dass China als europäischer Hoffnungsträger in Zeiten von gebeutelten Staatskrisen in der EU-Zone gilt, sondern eben nach Lösungen sucht – wenn sicherlich nicht aus reinster Nächstenliebe.

Aber Fakt ist, dass China sich mit großen Schritten an Europa herantastet, sichtbar auch – obgleich der Zusammenhang etwas weit hergeholt ist – an der Teilnehmerzahl des Wirtschaftsforums. Noch vor rund 10 Jahren machte die Anzahl der chinesischen Teilnehmer nur gut 0,6 Prozent aus, in diesem Jahr sind es bereits 5,6 Prozent und darunter auch der Präsident der China Investment Corporation, Gao Xiqing, dessen Staatsfond einen großen Teil der europäischen Devisenreserven für China verwaltet.

Und dass man selbst auf dem Wirtschaftsforum ungern auf China verzichtet, wird spätestens 2013 deutlich. Denn Schwab wird ab diesem Zeitpunkt das Sattfinden des Wirtschaftsforums um eine Woche vorverlegen, weil durch das chinesische Neujahrsfest viele chinesische Teilnehmer derzeit absagen müssen.

Randthemen des Wirtschaftsforums in Davos

Aber China allein war nur eines der Randthemen im Rahmen des kommenden Wirtschaftsforums. Auch die Frauenquote war ein Thema, dass inzwischen sogar intern Gedanken macht. Es sind gerade einmal von 2500 Teilnehmern 16 Frauen auf dem Wirtschaftsforum anwesend. Zugegeben ein heikles Thema, welches sich auch nicht einfach beheben lässt. Aber das ist auch nicht das Hauptziel des Wirtschaftsforums, sondern Lösungen suchen. Ob Taten folgen werden? Kritische Stimmen würden als Antwort nur ein müdes Lächeln hervorbringen.

Bildquelle: Michael Berger/pixelio.de

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