Von einer Idee, zu einem Konzept, hin zum Euro

Bildquelle: Dieter Schütz/pixelio.de

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Träume soll man verwirklichen, wenn man sie hat – im Fall der europäischen Mitgliedstaaten war der Traum eine Gemeinschaftswährung – stabil, stark und europäisch. 1999 beendete man das träumen und wirklichte die europäische Währungsgemeinschaft – und sie mauserte sich zu einer grundsoliden Währung, die dem US-Dollar das Wasser reichen konnte – bis die Finanzkrise kam und siegte. Sie war aber kein Orkan, der fegte und nur Trümmer hinterließ, sie war lediglich ein Windhauch, der so manches spekulative Fundament ins Wanken brachte. Die Folgen scheinen dennoch erst jetzt sichtbar zu werden. Staaten fallen in ihrer Wirtschaft wie ein Kartenhaus zusammen und die europäischen Mitgliedstaaten wie auch die europäische Nationalbank versuchen die Karten wieder ordentlich aufeinander zu stapeln – sie brauchen allerdings eine Menge Kleber, damit es wieder ein stabiles Kartenhaus wird.

Mehr Stabiltität, mehr Sanktionen und weitere Schuldenberge

Und am Ende von fallenden Eurokursen, Rettungsschirmen und Schuldenbergen folgt der Euro-Gipfel in der letzten Woche. Es kamen auch Entscheidungen heraus – sie wirken jedoch ein wenig wie das hin und her schieben von Geld und bekanntlich wird daraus eben nicht weniger und nicht mehr – wenn auch nun 750 Milliarden Euro in den Rettungstopf geworfen werden. Noch aber ist es nicht soweit – zunächst erst einmal müssen mitunter alle liquiden Staaten mehr zahlen. Deutschland hat einen besonders großen Broken zuschlucken – 13 Milliarden Euro hätte Deutschland bis 2013 in den Fonds einzahlen sollen – die Hälfte der Gesamtsumme. Nach einigen Verhandlungen wurde eine Ratenzahlung vereinbart – ob in Raten oder in der Gesamtsumme – auch Deutschland ist kein Schlaraffenland und bereits jetzt kommen düstere Prognosen aus dem deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, die aufgrund der Einzahlungen in den Rettungsfonds mit hohen Ausfällen im deutschen Haushalt rechnen.

Die andere Seite sind die verschuldeten Länder – Griechenland machte den Anfang, Irland folgte und nun tickt die Zeit für Portugal. Spanien, Italien, Rumänien – die Liste der krisengebeutelten Länder in Europa ist lang. Daran zu denken, ob der Kleber für alle zusammengestützten Kartenhäuser ausreicht – scheint angesichts der aktuellen Ereignisse noch zu weit hergeholt. Aber bereits jetzt steigt der Kapitalbedarf in Irland höher wie die Summe, die der Staat 2010 aus dem Rettungsfonds erhalten hat. Jeder übliche Haushalt weiß, dass am Ende eines Schuldenberges nur noch die Insolvenz droht. Im Fall von verschuldeten EU-Ländern werden zukünftig einzelne Maßnahmen – die auf dem EU-Gipfel beschlossen wurden – in Kraft treten, um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern und die wirtschaftliche Produktivität in nationaler Eigenverantwortung zu steigern. Vielleicht aber sollte man anstelle des Klebers sich eine effizentere Lösung zum Aufbau des Kartnehauses überlegen – eins die auch den Windhauch der Finanzkrise in Zukunft standhält.

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