Umschuldung statt Rettungsschirm – Slowakei macht sich in mitten der Diskussion keine Freunde

Diskussionen um den EU-Rettungsschirm

Wie ein Vulkan brodelt es im Kern der EU-Zone, dennoch wird mit allen Mitteln versucht ein Ausbrechen zu verhindern. Aber drohende Inflation, Staatskrisen und ein wackelnder Euro besitzen alle Qualitäten dazu, um ein Bröckeln der Euro-Zone voranzutreiben. Vor allem der Rettungsschirm ist derzeit Leitthema in Wirtschaft und Politik. Das macht auch die Finanzmärkte nervös.

Und mitten in der Diskussion meldet sich die Slowakei zu Wort – eines der ärmsten Staaten innerhalb der Euro-Zone. Das Haushaltsdefizit lag im Binnenstadt 2009 bei 6,7 Prozent des BIP und mit einem Haushaltsloch von rund 33 Milliarden US-Dollar könnte die Slowakei fast schon Irland Konkurrenz machen. Aber das war nicht der zentrale Punkt der Debatte, sondern der Rettungsschirm – wieder einmal und auf den hält die Slowakei nicht viel. Nicht nur, dass sich der Binnenstaat nicht an den Finanzhilfen für Griechenland beteiligt und damit sich nicht gerade Freunde macht, sondern Finanzminister Ivan Miklos hätte einen ganz anderen Plan, um die finanziellen Staatsmiseren in den Griff zu bekommen. Speziell spricht er dabei Griechenland an. Und zwar mittels einer Umschuldung. Griechenland, welches nach drastischen Sparmaßnahmen eine europäische Unterstützung in Höhe von rund 110 Milliarden Euro erhielt, kann sich mit dem Vorschlag des slowakischen Finanzministers indes überhaupt nicht anfreunden. Aber der Vorschlag Miklos ist wohl in der Diskussion über den EU-Rettungsschirm nur der Tropfen auf den heißen Stein. Ein Blick auf Deutschland zeigt, wie sehr die europäischen Finanzhilfen zentraler Punkt der Politikdebatten ist.

Deutschland signalisiert klare Forderungen in Punkto Rettungsschirm

Ein deutliches Dementi kam seitens der Bundesregierung auf einen Zeitungsbericht, der meldete, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble und FDP-Vorsitzender Guido Westerwelle uneins über die Höhe des EU-Rettungsschirms seien. „Es besteht die gemeinsame klare Position innerhalb der Bundesregierung, dass das Gesamtvolumen des Rettungsschirms nicht vergrößert wird„, so eine Sprecherin des Ministeriums. Aber wie allgemein bekannt ist, verfolgen CDU und FDP während ihrer gemeinsamen Regierungszeit häufig nicht die gleichen Ziele. Fakt ist aber, dass Deutschland den EU-Rettungsschirm stärken möchte und da lässt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel wohl auch nicht reinreden. Erste Wege, die eingeschlagen werden, kommen sicherlich kommen beim Zusammentreffen der europäischen Finanzminister in dieser Woche auf. Entscheidend wird aber wohl der EU-Gipfel am 4. Februar sein.

Aber dem deutschen Mittelstand gehen die Maßnahmen seitens der Bundesregierung noch nicht weit genug – zumindest wenn es nach den Ergebnissen einer Studie der Managementberatung Kienbaum geht. Von den insgesamt 250 befragten Unternehmen sind 57 Prozent für eine Ausweitung des EU-Rettungsschirms und 47 Prozent dagegen. Für das derzeitige Krisenmanagement bekommt die Bundesregierung lediglich die Note befriedigend.

Und was sagt der Euro-Kurs dazu?

Der Wechselkursgewinn betrug in der letzten Woche für den Euro 3,6 Prozent. Zurückzuführen war das unter anderem auf die glattverlaufenen Auktionen der Staatsanleihen von unter anderem Irland und Italien. Jedoch startete der Eurokurs mit 1,3309 US-Dollar etwas leichter in die Woche. Grund dafür sehen Analysten das bevorstehende Finanzministertreffen der EU.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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3 thoughts on “Umschuldung statt Rettungsschirm – Slowakei macht sich in mitten der Diskussion keine Freunde

  1. John Doe

    Unterlassen Sie doch bitte künftig solche unqualifizierten Hetzreden. Die Slowakei ist auf gar keinen Fall mit Irland vergleichbar. Die Staatsverschuldung in Irland ist doppelt so hoch wie in der Slowakei, das Haushaltsloch in den Krisenjahren war um gut ein Drittel niedriger als in Irland (gemessen am BIP). Zudem partizipiert die Slowakei sehr wohl an den Finanzhilfen für Griechenland – nicht über direkte Zuwendungen, sondern über die Partizipation am Euro-Rettungsschirm.

    Auch hat die Slowakei auf das eigene Budgetdefizit mit harten sozialen Einschnitten reagiert – nicht anderes erwartet man von den zu rettenden EU-Partnern auch: Rente mit 50 statt 65, in 3facher Höhe als in der Slowakei…Entschuldigung, aber was verstehen Sie an der Forderung nicht, dass die Krisenländer ersteinmal ihre Hausaufgaben machen müssen und sich zu einem Sparkurs bekennen müssen, bevor Miliarden reingepumpt werden?

  2. admin

    Ich denke nicht, dass der Autor mit diesem Artikel eine Hetzrede halten wolle. Ich gebe Ihnen durchaus recht, dass man vielleicht, wie im Artikel aber beschrieben, Irland mit der Slowakei nicht „direkt“ vergleichen kann.

    Was die anderen Fakten an geht, so schreibt das dowjones.de Portal:

    „Im Mai musste Griechenland mit einem Rettungspaket über 110 Mrd EUR vor einem Staatsbankrott bewahrt werden. Obwohl die Slowakei der Eurozone angehört, weigerte sich das Land, seinen Anteil an dem Rettungsfonds zu übernehmen. “ Quelle: http://www.dowjones.de/site/2011/01/slowakei-empfiehlt-griechenland-umschuldung-zeitung.html

    Weiter Artikel die Ihnen vielleicht weiter helfen:

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Slowaken-raten-zur-Umschuldung-article2372611.html
    http://derstandard.at/1293369549390/Krise-Gesunde-Euro-Laender-zahlen-Irlands-Griechenland-Hilfe

  3. kerstin Post author

    Hallo,

    als Autor möchte ich mich selbst einmal zu Wort melden. Und zwar ist in dem Artikel folgendes beschrieben: „die Slowakei fast schon Irland Konkurrenz machen“….

    Damit drücke ich aus, dass die Slowakei in ihrer Bilanz Defizite besitzt, vergleichbar mit Irland. Und auch Irland hat ein hartes Sparpaket auf die Beine gestellt – was nutzte es am Ende – nicht viel.

    Und Hetzkampagnen – nein ganz sicherlich nicht. Schließlich sind es lediglich Fakten, die ich in einen Artikel zusammentragen. Ich habe darin keine persönliche Meinung.

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