Staatsdefizite wachsen durch Rettungsmaßnahmen

Die Staatsverschuldung weitet sich aus

Die europäische Wirtschaftskrise nimmt drastische Ausmaße an und auch dem Irland unter den EU-Rettungsschirm gestellt wurde, bleibt die Staatsverschuldung weiterhin ein aktuelles Thema in der Politik und Wirtschaft. Die Verschuldung der betroffenen Länder wird indes allerdings nicht geringer, im Gegenteil, alleine gegenüber Deutschland wird der Schuldenberg immer höher.

Die derzeit im Fokus stehenden Länder Portugal, Irland, Spanien und Griechenland stehen bei deutschen Anlegern und Kreditinstituten tief in der Kreide, wie aus einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hervorging. Insgesamt liegt die Verschuldung der Staaten gegenüber Deutschland bei umgerechnet 388 Milliarden Euro. Im Einzelnen schuldet Spanien Deutschland mit 216,6 Milliarden USD die höchste Summe, gefolgt von Irland mit 186,5 USD. Griechenlands Schuldenberg gegenüber Deutschland beläuft sich derzeit auf 65,5 Milliarden Euro und Portugal steht im Minus mit 44,2 USD. Die vier betroffen Staaten Schulden jedoch nicht nur Deutschland eine Menge Geld. Die internationale Gesamtforderung für Spanien, Irland, Griechenland und Portugal beläuft sich im zweiten Quartal dieses Jahres auf 2,2 Billionen USD. Damit stellt sich schnell die Frage, wie neben den regulären Staatsdefiziten, die dazukommenden Schulden, um eben aus der Staatsverschuldung zu gelangen, ausgeglichen werden kann.

Weitere Maßnahmen gegen Staatsverschuldung für die Stabilität des Euros

In dieser Woche werden die einzelnen EU-Länder zusammen kommen und den bisher bestehenden Lissaboner Vertrag um weiterer Reglungen ergänzen. Folglich soll vor allem mehr Stabilität erreicht werden, in dem unter anderem ein Rettungssystem in das Gesetz verankert werden soll, dass dauerhaft zum Einsatz kommen kann, wenn sich EU-Staaten verschulden. Das soll gleichzeitig die europäische Währung mehr Halt bieten. Denn derzeit reagiert der Eurokurs recht nervös auf neu ankommende Meldungen über die aktuelle Lage der Staatsverschuldung. In der letzten Woche schaffte es der Euro kaum sich nach oben zu bewegen und reagierte sehr empfindlich auf unter anderem Spekulationen, die meldeten, dass auch Frankreich eventuell in der Schuldenklemme steckt.

Um eben eine Stabilität zu erreichen dürfen dürfen EU-Länder, die den Euro als Währung besitzen, einen Stabilitätsmechanismus einführen und die Bewilligung von Staatshilfen wird zukünftig an noch striktere Bedingungen geknüpft.

Während auf der einen Seite Maßnahmen ergriffen werden – obwohl nach denen bereits im Oktober Stimmen laut wurden – wird auf der einen Seite weiterhin diskutiert. Grund der Diskussion sind gemeinsame Anleihen der Euro Staaten. Der Vorschlag stammt vom luxemburgisches Ministerpräsident Jean Claude Juncker, wird jedoch von Finanzminister Wolfgang Schäuble abgelehnt. Grund: Es könnte die Bonität der klammen Staaten, die sich an den so genannten Euro Bonds beteiligen, negativ beeinflussen.

Die Diskussionen werden in Anbetracht der derzeitigen schwierigen Lage für das gemeinsame Europa und dessen 16 Länder weiter gehen. Denn bisher kann noch lange nicht von einem ultimativen Plan gegen Staatsverschuldung und Wirtschaftskrise gesprochen werden.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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One thought on “Staatsdefizite wachsen durch Rettungsmaßnahmen

  1. Reiner Tiroch

    Was wir bisher von der Krise die für beendet erklärt wurde gesehen haben, ist erst der Anfang. es ist egal was alles an Maßnahmen getroffen wird, denn das System hat sich durch koruption und bilanzfälschungen, ständig neue Schulden usw selber gerichtet. Alle politiker der Völker sind zu Feige den Leuten zu sagen, dass sie versagt und gelogen haben, und das Finanzchaos unmittelbar bevorsteht. Doch vorher wollen sich alle unschuldigen noch kräftig bedienen bevor sie dann brutal aufklären wollen und so überrascht sind.

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