Portugal: Der finanzielle Abgrund kommt näher?

Moody´s stuft Portugals Bonität herunter

EU-Rettungsschirm kommt ins wackeln.

Nun stuft auch die Ratingagentur Moody´s die Bonität Portugals nach unten, allerdings steht sie weit besser da wie bei den Herabstufungen der Agenturen Fitch und Standard & Poor´s, die bereits in der vergangenen Woche die Bonität Portugals mit BBB abmahnten. Trotzdem behaart der hochverschuldete EU-Staat weiterhin auf seiner Aussage: Keine Finanzhilfen.

Portugal weigert sich unter den Rettungsschirm zu kommen

Einen Antrag für finanzielle Hilfen aus dem Rettungsschirm zustellen, wäre in derzeitiger Lage, in der sich Portugal befindet, so oder so nicht möglich. Nachdem am 25. März Ministerpräsident José Socrates zurückgetreten ist, wird die Regierung von Socrates nur noch kommissarisch geführt und damit fehlt ihm gleichzeitig die Befugnis überhaupt einen Antrag zu stellen. Das möchte er auch gar nicht. Im portugiesischen Fernsehen teilte der ehemalige Ministerpräsident mit, dass das Schlüpfen unter den EU-Rettungsschirm das „allerletzte Mittel“ sei. Es stellt sich dabei nur die Frage, wie lange Portugal dem enormen Druck standhalten kann – angesichts Staatsanleihen, die täglich aufs Neue Rekordniveau erreichen. Inwieweit sich die Lage bis zu den Neuwahlen am 05. Juni ändern wird, ist schwer abzuschätzen. Im April müssen erst einmal auslaufende Staatsanleihen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro abgelöst werden, im Juni dann folgen weitere 4,9 Milliarden Euro.

Trotzdem steht Portugal auch ohne dass sie keine Finanzhilfen benötigen, nicht ganz ohne Unterstützung da. Bei einem Besuch in Portugal sicherte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff dem hochverschuldeten Land Hilfe zu. Konkret wurde allerdings nichts bekannt.

Und bei der Anleihen-Aktion in der vergangenen Woche lief es für Portugal vergleichsweise rund -1,6 Milliarden Euro konnten aufgrund der hohen Nachfrage gesichert werden – was jedoch wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein mag. Denn die vorhergesehen Sparmaßnahmen wurden nicht von der Bevölkerung angenommen und das das Minus lag bei 8,6 Prozent der Wirtschaftsleistung – aber Portugal möchte keine EU-Finanzhilfen.

Bildquelle: thommyS./pixelio.de

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