Optimistische Prognosen auf dem Aktienmarkt – Schönfärberei?

Deutsche Bank Studie: Aktienmarkt 2011 im Aufschwung Bild: Gerd Altmann

In einer jüngst veröffentlichten Studie zeichnet die deutsche Postbank ein sehr positives Bild, wenn es um die Zahl der privaten Aktienbesitzer geht – und wirft geradezu mit positiven Prognosen um sich. Nach dem Hype Ende der 90er Jahre, wo die Zahl der Aktienbesitzer bis zum Ende des Jahrtausends auf unglaubliche 12.9 Millionen Bundesbürger anstieg, fiel sie – bedingt durch die Folge von Einbrüchen am Aktienmarkt und die enttäuschten Erwartungen privater Anleger – danach fast noch schneller als sie gestiegen war. Man könnte praktisch sagen, die Anleger haben diese Produktschiene danach sehr schnell entnervt von sich gewiesen.

Die Postbank sieht darin kein bedenkliches Zeichen – ganz im Gegenteil: die Zahl der Anleger sei ja immer noch deutlich höher als 1997. Und mit stärkerer Diversifizierung am Aktienmarkt, zu der man den Kunden verstärkt raten würde, damit die Verluste, wenn es welche gibt, geringer ausfallen, liesse sich das Vertrauen der Bundesbürger in diese Form der Anlage wiederherstellen – und die Zahlen der Aktienbesitzer würden wieder massiv steigen. Dazu gehört sehr viel (nicht ganz so gut begründeter) Optimismus – vor allem schwer enttäuschte Menschen, die teilweise sehr viel Geld verloren haben, ändern ihre Meinung nicht über Nacht – schon gar nicht, wenn die einzige angebotene Lösung etwas so Banales wie „stärkere Diversifizierung“ lautet.

Gleichzeitig scheint die Postbank auch vergessen zu haben, dass sie in einer anderen Studie im eigenen Hause eklatante Mängel bei der privaten Altersvorsorge ortet – und ein ebenso starkes Desinteresse daran, überhaupt finanziell vorzusorgen – und erst recht nicht mit Fonds und dergleichen Dingen.

Das Datum der Veröffentlichung der Pressemitteilung war zufällig gerade der 70. Geburtstag meines Vaters – beim häuslichen Gespräch über das aktuelle Tagesgeschehen kam dabei auch das Thema auch auf diese Dinge, und die Haltung meines lieben Vaters war sehr eindeutig: „Für mich ist das nichts – es reicht wenn die Hälfte unserer Nachbarn eine ganze Menge schwer verdientes Geld in den Kamin geschrieben haben. Nicht mehr in diesem Leben.“ Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er mit dieser Ansicht in Deutschland ganz sicher gerade nicht alleine dasteht.

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