Moody´s stuft Griechenlands Bonität erneut nach unten

Griechenlands Bonität erneut heruntergestuft

In den letzten Monaten wurde kaum noch über die Krise in Griechenland gesprochen. Sie ging wohl nicht zuletzt ein wenig unter, weil sich der Fokus stark auf andere europäische Länder und deren Miseren in der Staatshaushaltskasse richtete. Mit der kürzlich durchgeführten weiteren Herabstufung der griechischen Bonität – ausgehend von der Ratingagentur Moody´s – rückt Griechenland wieder in das Rampenlicht des scheinbar unendlichen Dramas der europäischen Staatskrisen.

Die Ratingagentur indes hat einige Gründe, diesen Schritt zu vollziehen. Nicht zuletzt gibt es Zweifel an der Durchsetzung der griechischen Sparmaßen. Moody´s geht sogar noch weiter und hält eine weitere Herabstufung für möglich. Unbeachtet blieb der Schritt nicht – vor allem Griechenland zeigt sich empört. Nicht nur die Herabstufung wird kritisiert, sondern auch die Ratingagenturen selbst, die nach Ansicht der griechischen Regierung stärker kontrolliert werden müssten. In der Stellungsname heißt es weiter, dass der Schritt der Ratingagentur für Griechenland bedeuten kann, eben nicht mehr aus dem Staatsdefizit herauszukommen. Zudem seien die derzeitigen Sparmaßnahmen nicht berücksichtigt worden.

Griechenlands Sparmaßnahmen bleiben unglaubwürdig

Doch so wirklich glaubt wohl niemand mehr daran, dass sich Griechenland retten wird. Nicht nur, dass der deutsche Bankenverband nicht mehr auf griechische Staatsanleihen setzen mag, da sie nur noch 70 Prozent ihres Nennwertes besitzen, sondern auch die EZB selbst kommen Zweifel an Staatsanleihen der verschuldeten EU-Länder. Nach einem Bericht des „Spiegel“ möchte die EZB diese nun an die EFSF (einem Zweckverband, eingerichtet für hochverschuldete Länder) weiterverkaufen. Dabei war der EZB-Chef Jean-Claude Trichet vom Ankaufen der Staatsleihen immer überzeugt. Grund für den angeblichen Verkauf: Man sieht die Unabhängigkeit der europäischen Zentralbank gefährdet.

Sparmaßnahmen führen zu Demonstrationen in Griechenland

Das bleibt aber noch lange nicht das einzige Problem Griechenlands. Denn die Bevölkerung ist nicht gerade glücklich mit den Sparmaßnahmen, um eben aus dem Defizit herauszukommen. So haben sich 30.000 Demonstranten in dieser Woche vor dem Parlament in Athen versammelt, um gegen die Sparmaßnahmen zu protestieren. Dabei soll es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen sein. Zusätzlich wurde im Land ein 24-Stunden Generalstreik ins Leben gerufen, an dem sich unter anderem Ärzte, Juristen und Lehrer beteiligten. Damit muss Griechenland gleich an zwei Fronten für Ordnung sorgen. Aber ob das wirklich gelingen wird, ist fraglich. Denn bis jetzt ist das Staatsdefizit nicht spürbar gesunken. Weiter Informationen darüber finden Sie auch im Blog von Tradercockpit.

Nur der Euro bleibt unbeeindruckt

Scheinbar der Einzigste, der sich nicht von den Neuigkeiten aus Griechenland beeindrucken ließ, war der Eurokurs, der sich weiterhin fest auf einer Marke von 1,40 US-Dollar hielt. Grund dafür war die Meldung, dass die EZB den Leitzins womöglich dazu führte, dass der Euro stabil blieb und fing wohl auch die Nachricht der erneuten Herabstufung der griechischen Bonität ab.

Bildquelle: Dieter Schütz/pixelio.de

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