Mit Ovolos Spielgeld aus der Krise in Griechenland

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

Was liegt näher, wenn eine Währung beständig an Wert verliert, als sie einfach abzuschaffen und eine neue einzuführen? Ja, eigentlich genial, die Idee – so ähnlich wie der einstmals erfolgte Schwerthieb, um den gordischen Knoten zu lösen. Sollte man meinen.

Die Hauptakteure sind auch in diesem Fall die Griechen, genaugenommen jedenfalls die Griechen aus der Hafenstadt Patras. In einer Art Tauschbörse soll statt dem krisengeschüttelten Euro nun nur noch der „Ovolos“ als virtuelles Tauschmittel für Dienstleistungen dienen. Eine Art Gutscheine, gegen die man die Leistungen anderer Menschen dann erkaufen kann. So neu ist diese Idee allerdings nicht – die Zeit-Tausch-Börsen, oder auch die Initiativen mit „Regionalgeld“ in Deutschland und Österreich sind mittlerweile alle schon wieder geschlossen oder dümpeln so müde vor sich hin. In der Hauptsache, weil nämlich die Mehrzahl der Mitglieder zwar Leistungen anderer Mitglieder fleißig konsumiert, selber aber nie welche erbracht haben. Soviel zum Thema alternative Wirtschaft und menschlicher Bereitschaft.

Die Initiative des griechischen Vereins hat ihren Höhenflug – und die nachfolgende Feststellung, dass es nicht funktioniert – wohl erst noch vor sich. Laut Vereinssprecher Spyridon Goudevenos zähle man bisher 2.300 Mitglieder, und man hoffe auf ein hohes Wachstum. Eine ähnliche Bewegung in der Stadt Volos zählt bisher etwa 3.000 Mitglieder – und hofft auf eben dasselbe hohe Wachstum. Sehr innovativ, die Griechen. Die Wiege unserer europäischen Zivilisation…

Die EU indessen belächelt die tapsigen, aber von seligem Eifer getragenen Lösungen für die Euro-Krise in Griechenland nur milde, man fand es noch nicht einmal wert, einen Kommentar abzugeben, und schnürt in aller Ruhe schon ein weiteres Hilfspaket gegen die Schuldenkrise Griechenlands. Hoffentlich mit richtigem Geld.

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One thought on “Mit Ovolos Spielgeld aus der Krise in Griechenland

  1. Elmar Reiber

    Ovolos, das heißt Geld, das nicht mit Zins belastet ist – das finde ich sehr gut. Mit Zins und Zinseszins belastetes Geld transferiert die Ge-winne der Werteschaffenden in ständig steigendem Maß in die Taschen der
    Schmarotzenden. Die Wirtschaft braucht ein zinsfreies Geld so dringend wie wir alle die Luft zum atmen. Dann kann sie auch auf Rettungsschirme verzichten!

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