Japans wirkungslose Eingriffe am Devisenmarkt und seine Folgen – angeblich ein Alleingang der Regierung

Der Yen im Höhenflug

Der japanische Yen als Handelswährung

Es sei ein Alleingang der Regierung gewesen, betonte Japans Finanzminister Yoshihiko Noda, um die spekulativen Wechselkursbewegungen einzudämmen. Die Schuldenkrisen der westlichen Industrienationen hätten eine wahre Flut an Anlegern zu Yen und Schweizer Franken geführt, das Ergebnis waren wahre Höhenflüge beider Währungen, die gerade Japans Wettbewerbsfähigkeit enorm geschwächt hatten – keine besonders gute Entwicklung bei den finanziellen Problemen mit denen das in wirtschaftlicher Sicht ohnehin immer sehr riskant agierende Land im Moment gerade zu kämpfen hat. Trotz des „Alleingangs der Regierung“ unterstützt jedoch die japanische Notenbank die Eingriffe indirekt insoweit, als dass die Notenbank die Leitzinsen im Bereich zwischen 0 und 0,1 Prozent beließ und ankündigte, das Programm zum Ankauf von Vermögenswerten in der Höhe von 15 Billionen Yen sogar noch zu erhöhen.

Dass Handlungsbedarf gegeben ist, darüber sind sich auch internationale Finanzexperten durchaus einig – die japanische Wirtschaft ist in hohem Maße wirtschaftlich von Europa abhängig, und eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Wirtschaft könnte hier fatale Folgen haben. Andererseits ist die Schwächung des Dollars natürlich auch für Japan ein Problem, da sie den Yen-Kurs automatisch nach oben drückt. Ähnliche Probleme haben ja – wenn auch in geringerem Ausmaß – nicht nur die Schweiz, sondern auch China und einige wirtschaftlich sehr stark wachsende südamerikanische Staaten. Die amerikanische Wirtschaftskrise zieht eben sehr weite Kreise. Andererseits halten einige namhafte Wirtschaftsexperten die japanischen Interventionen am Devisenmarkt für „absolut wirkungslos“, wie etwa die Ratingagentur Moody’s. Die Gefahr liege vor allem in einer Verschlechterung des japanischen Ratings und der Kreditwürdigkeit – während sich die Maßnahmen Japans nur kurzfristig auswirken würden, würden gerade diese Entwicklungen für Japan ein großes Risiko bedeuten. Es könnte schon in einigen Monaten zu einer Herabstufung kommen, warnt Moody’s.

Trotz dieses Risikos gibt es für Japan allerdings – auch das sehen Finanzexperten – kaum ein anderer Weg offen: die Ausgaben müssen gesenkt werden, und trotzdem muss es auf jeden Fall zu einer deutlichen Ankurbelung der japanischen Wirtschaft kommen. Weitere Interventionen am Devisenmarkt werden wohl dennoch notwendig sein, und die Geldpolitik muss weiter liberalisiert werden. Wie und ob das alles zusammengeht, ist höchst fraglich. Ein schwieriger Weg für Japan.

Der Markt schläft nicht! Und Sie?

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter und erfahren Sie immer das Neuste und Wichtigste aus den Bereichen Aktien, Börsen, Broker und vieles mehr!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

300 € Neukundenprämie sichern

300 Euro Orderguthaben für Sie!

Eröffnen Sie bis zum 31.12.2016 Ihr Depot und nutzen Sie Ihre Neukundenprämie direkt für Ihre ersten Trades!

  • Aktien ✚ CFD ✚ Indizes ✚ Rohstoffe
  • BaFin Regulierung ✓✓✓
  • Kostenloses Demokonto
Sind Sie bereits unser Fan auf Facebook?Jetzt Fan bei Facebook werden

Moment bitte!
Nichts mehr verpassen!

Sind Sie bereits unser Fan auf Facebook?

Erhalten Sie Neuigkeiten und Hintergrundwissen rund um das Thema Börse sowie tiefe Einblicke in die Welt der Trader. Unabhängige Testberichte, Analysen, Videos und vieles mehr.

Popup

Ja, ich will unbedingt ein FAN werden!