Investor Pimco verkauft sein Milliarden schweres US-Staatsanleihen-Paket

Pimco verkauft seine US-Staatsanleihen

Nun tat er es doch – der Anleihen-Investor Pimco trennte sich bereits Ende Februar von seinem 237 Milliarden Dollar schweren US-Staatsanleihenfonds Pimco Total Return. Eigentlich nichts, das unerwartet kam, weil bereits seit einiger Zeit bekannt war, dass der Schritt in naher Zukunft folgen wird und zu fatalen Auswirkungen auf dem Markt kam kurzfristig  ebenso wenig nicht. Aber der Verkauf ist auch nicht der eigentliche Fokus, der sich auf die USA richtet, vielmehr ist es die derzeitige Politik, die die FED (Federal Reserve System) verfolgt und damit gleichzeitig der US-Schuldenberg, der nach Ansicht einiger Analysten so oder so nicht mehr abgebaut werden kann. Und das ist auch wohl der Hauptgrund, warum sich Pimco überhaupt von seinem Fonds trennte. Bill Gross, Manager der Allianz-Gruppe, zu der der Anleihen Investor Pimco gehört, sieht in der derzeitigen Ankaufaktion von US-Staatsanleihen seitens der FED eines der teuflischsten Mittel, die eingesetzt werden und gerade wenn das Programm beendet wird,  verlieren US-Staatsanleihen damit weiter an ihrer Attraktivität, so Gross weiter.

Kauf von US-Staatsanleihen der FED – wirklich verteufelt?

900 Milliarden Euro – diese Summe gab die FED inzwischen aus, um US-Staatsanleihen zu kaufen. Ende Mai soll damit aber dann Schluss sein, dann wäre es an der Zeit, dass sich die amerikanische Wirtschaft wieder alleine stützt. Es sei wohl dahin gestellt, ob es mit weit über 14 Billionen US-Dollar Schulden wirklich funktionieren kann. Ziel war des Programms seitens der FED war es, die Wirtschaft anzukurbeln und nach dem neuesten Konjunkturbericht der US-Notenbank sei das auch gelungen. Mehr Wachstum in der Wirtschaft und die Arbeitslosenzahlen sind gesunken – also alles soweit im grünen Bereich und man kann sich nun auf die nächste Zinsentscheidung am 15. März vorbereiten. Wirklich höhere Zinsen indes möchte aber irgendwie keiner haben. Bleibt nämlich das Zinsniveau niedrig, dann verbilligt sich gleichzeitig der Schuldendienst der USA und amerikanische Produkte, die im Ausland sich vergünstigen und somti gleichzeitig das US-Handelsdefizit ausgleichen. Einzig die Staatsanleihen bleiben auf einem unattraktiv niedrigen Niveau. Derzeit dümpeln sich 10-jährige US-Staatsanleihen bei 3,4 Prozent, zwar schon ein Wachstum von einem Prozent gegenüber Oktober 2010, aber nichts im Vergleich zu Zeiten vor der Finanzkrise, an der die Staatsanleihen noch bis zu 5 Prozent Zinsen mit sich brachten.

Die USA reagiert auf seine Schulden – mit Einsparungen

Auch die US-Regierung hat inzwischen erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Aber bleibt die Frage ob das Aufwachen aus dem Dornrösschen-Schlaf rechtzeitig war. Barack Obama legte nun einen Haushaltsplan dem US-Kongress vor, in dem rund 90 Milliarden USD auf 10 Jahre gerechnet eingespart werden sollen. Mächtige Einschnitte soll es demnach bei Verteidigungs-, Sozial, und Bildungsausgaben geben. Das Etat dafür liegt bei 3,7 USD. So ganz einverstanden sind die Republikaner damit nicht und am Ende entscheiden sie, weil ihnen die Mehrheit im Repräsentantenhaus gehört. Schlussendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass es Monate dauern wird, bis sich beide Parteien einigen und die ersten Einsparungen in die Praxis umgesetzt werden. Und die FED selbst – sie wird nach Einschätzungen vieler Experten ebenso wenig etwas verändern.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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