Gute Stimmung in Deutschland – Konjunkturgewinner

Deutschland im Fieber des Optimismus. Egal ob Staatsverschuldung, Wirtschaftskrise oder sonstige Probleme, Deutschland ist und bleibt Weltmeister der Optimisten. In keinem anderen Land war die Grundstimmung der Bevölkerung so gut wie in Deutschland und wie sich zeigt haben sie Recht behalten damit. Wurde Deutschland Anfang des Jahrzehnts noch als kranker Mann Europas verschrien, hat sich das Land jetzt als Krisengewinner gemausert. Die Zeiten, in der wir als Land der „German Angst“ verspottet wurden sind vorbei und die scheinbar angeborene pessimistische Haltung ist längst in Vergessenheit geraten. Dies wird nirgendwo so deutlich wie bei der Gerneration der 12- bis 25-Jährigen. Optimistisches Denken wird bei dieser Altersgruppe als vollkommen normal angesehen, dies beweist die Shell-Jugendstudie 2010. Waren es vor vier Jahren noch 50 Prozent die zuversichtlich in die Zukunft blickten, sind es 2010 bereits 59 Prozent dieser Altersgruppe. Das Jammertal der Deutschen hat sich also in ein Gute-Laune-Land entwickelt und die Jugendlichen ziehen die ältere Generation mit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Geschäftsklimaindex seine Werte stets nach oben korrigiert und das das Wirtschaftswachstum immer weiteren Aufwind erhält. Deutschland wird sogar mittlerweile zugetraut, dass sie den ganzen Kontinent, mit der positiven Grundstimmung und dem daraus resultierenden Aufschwung,  mitziehen könnten.

Shell Jugendstudie 2010 Quelle:Shell.com

Shell Jugendstudie 2010 Quelle:Shell.com

Bruttoinlandsprodukt legt weiter zu

Bereits der fünfte Quartalszuwachs in Folge ist im zweiten Quartal berechnet worden. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 2,2 Prozent verbessert und ist gegenüber dem letzten Quartal eines der höchsten seit Bestehen des vereinten Deutschlands. Noch nie hat es ein solch hohes Wachstum in dieser Zeit gegeben und im Vergleich zu den anderen Ländern in Europa, in denen die Wirtschaftsleistung stetig sinkt, hat wohl auch der Arbeitsmarkt sein übriges getan. Die Kurzarbeit hat enorm dazu beigetragen, dass es nicht mehr Arbeitssuchende gab und Experten sehen einen weiteren Rücklauf der Arbeitslosenzahlen. So sollen es im Jahr 2011 weniger als drei Millionen Arbeitslose sein und somit wäre es das niedrigste Niveau seit 1992. Der aktuelle Stellenindex der Agentur für Arbeit zeigt, dass die Nachfrage der Arbeitskräfte zwar auf hohem Niveau stagnierte, aber der Index verharrte bei 141 Punkten und hat somit im Vergleich zum letzten Jahr um 30 Punkte zugelegt. Dies wäre etwa der gleiche Stand wie vor der Wirtschaftskrise.

Konjunkturelles Hoch hält weiter an

Es wird nicht nur mehr investiert in Deutschland, auch zeigen die verschiedensten Studien, dass der Konsum wieder gewachsten ist. So ist nach vielen sparsamen Quartalen ein Plus von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Experten schätzen dass es eine kräftige Belebung des Konsumgütermarktes gibt und somit wird das Wachstum um 3,4 Prozent in diesem Jahr und 2,0 Prozent im nächsten Jahr zulegen, laut Wirtschaftsforschungsinstitut DIW. Trotz allem sollte nicht vergessen werden, dass diese Probleme nicht nur kurzfristig sind. Die Überverschuldung des Staates und mit den auslaufenden Stützungsmaßnahmen, könnte das böse Erwachen noch kommen. Kritiker rechnen damit dass die Arbeitslosenzahlen im nächsten Jahr wieder ansteigen, da die Kurzarbeiter-Regelung ausläuft. Dies alles kann die Deutschen aber nicht in ihrer positiven Grundstimmung umstimmen, denn darüber nachzudenken wäre einfach zu abstrakt um sich dadurch wieder in den Pessimismus fallen zu lassen.  Selbst durch den demografischen Wandel lässt sich das deutsche Volk nicht beeindrucken. So wären zum Beispiel 2050 der Anteil der über 65-Jährigen auf 33 Prozent gestiegen. Zur Zeit liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Ein enormer Zuwachs wenn bedacht wird, dass die Staatsverschuldung somit von immer weniger Menschen getragen wird. Dennoch lassen sich die Deutschen ihre gute Laune nicht vermiesen. Jetzt sind andere dran, wie das Konsumklima der US-Amerikaner zeigt. Dieses ist wieder gefallen und zwar von 53,2 Prozent auf 48,5 Prozent. Somit sind die Deutschen den Status der Miesepeter los.

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