Video: Gier auf Geld Dokumentation

Die Habgier gilt als eine der sieben Todsünden in der christlichen Lehre. Das alte Paradigma hat jedoch nicht nur eine universelle moralische, sondern auch eine moderne finanzökonomische Dimension. Denn der zügellose Jagdtrieb nach dem Geld kann ganze Wirtschaftssysteme gefährden. In Zeiten der Globalisierung wächst die Gefahr weltweit an. Ein nationaler Hype kann zum Virus werden, an dem die komplette Weltwirtschaft erkrankt. Beredtes Beispiel aus jüngster Zeit: die US-Immobilienblase aus dem Jahr 2008.

In diesem Video untersuchen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen den Einfluss des emotionalen Faktors auf die Finanzmärkte.
Kaum etwas scheint abwegiger als das. Gerade Investments folgen schließlich nur einer kalten Logik: Wie viel Rendite sind aus einem bestimmten Investitionsvolumen zu erzielen?
Ökonomie funktioniert nach Formeln, IT-Spezialisten entwickeln Serien von Algorhitmen, um jedes erdenkliche Szenario einer Investition durchzuspielen, Software reagiert in Sekundenbruchteilen, um
Vorteile an der Börse wahrzunehmen, die sich aus Millionen von Daten ergeben.
Kein Mensch kann diese Datenmenge in so kurzer Zeit verarbeiten und fast zeitgleich den Zugriff auf die erforderlichen Transaktionen auslösen.
Aber nicht die rechnerische Unterlegenheit gegenüber automatisierten Prozessen, sondern die emotionale Seite des Menschen macht ihn zu einem Unsicherheitsfaktor in der Finanzwelt, die scheinbar von der Logik dominiert wird.
Experimente aus der Sozialpsychologie und der Verhaltensökonomie zeigen erstaunliche Ergebnisse.
Nicht das Wissen, sondern sehr oft das Gefühl sind der Antrieb zum Handeln in der Finanzökonomie. Wie könnte sonst ein 20-Dollar-Schein für 28 Dollar versteigert werden?

Die Autoren des Videos spannen ihre Untersuchungen zwischen den beiden Polen der Ökonomie auf: dem vernünftigen wirtschaftlichen Handeln zum Zwecke des kalkulierten Eigennutzes, wie es seit Adam Smith und dem 18. Jahrhundert traditionelle Lehrmeinung ist, und dem riesigen Chancen, die sich durch weltweite Vernetzung und digitale Technologie auftun. Können der ehrbare Produzent und klug abwägende Banker überhaupt noch das Gleichgewicht halten gegen PC-Spezialisten, die Milliarden bewegen und Millionen verdienen – manchmal sogar von der heimischen Couch aus und an einem Tag?

Von der holländischen Tulpenzwiebel-Pleite aus dem 16. Jahrhundert bis zum Lehman-K.O. 2009 nimmt dieses Video die großen historischen Finanzkrisen unter die Lupe und fragt danach, wie Blasen entstehen und zu ökonomischen Katastrophen führen können. Mittendrin eine Reihe von aktuellen sinnbildhaften Finanzspielen, in denen sich die Teilnehmer trotz (oder wegen?) des finanziellen Anreizes gegen alle Regeln der Vernunft verhalten. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Stellt die Gier nach Geld, digital potenziert, ein Risiko dar, das unser gesamtes Finanzsystem zum Einsturz bringen kann? Auch die Maßlosigkeit ist eine der sieben Todsünden.

Quellen

https://www.youtube.com/watch?v=nnoosYUstPk

https://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/168274/index.html

https://programm.ard.de/TV/3sat/gier-auf-geld/eid_280079713838609

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