Geglückte Platzierung irischer Anleihen

5 Milliarden Euro für irische Staatsanleihen

Weg wie warme Semmeln waren die ersten irischen Anleihen des Europäischen Rettungsfonds EFSF gegangen. Der Ansturm auf die Staatsanleihen war erstaunlich. Und vor allem asiatische Investoren rissen sich darum. Nun wird bereits von einem optimistischen Wirtschaftsjahr geredet und die noch vor wenigen Tagen spekulierte Instabilität des Euros gerät auch ein bisschen in den Hintergrund.

Geplant waren 5 Milliarden Euro für die Haushaltssanierung Irlands zu erwirtschaften. Davon sollen dann rund 3,3 Milliarden Euro direkt an Irland gehen. Doch es hätten einiges mehr werden können – um genauer zusagen: 44 Milliarden Euro. So viel hatten die 500 Investoren nach der Platzierung der irischen Anleihen geboten. Gründe für den Ansturm gibt es einige.

Warum sich auf Irlands Staatsanleihen des europäischen Rettungsschirms die Investoren reißen

Zunächst sind es die Zinsen von 2,89 Prozent, die es auf die irischen Staatsanleihen gibt. Das ist weit mehr wie im Vergleich zu deutschen oder französischen Anleihen, bei denen derzeit 2,2 beziehungsweise 2,3 Prozent aufgeschlagen werden. Dazu kommt die Benotung von AAA der Anleihen von allen drei großen Ratingagenturen, die irischen Anleihen eine gewisse Sicherheit auferlegen. Und nicht zuletzt die hohe Nachfrage aus dem asiatischen Raum, ließ das Vertrauen in die Anleihen steigen. In nur innerhalb von 15 Minuten war dann das Orderbuch geschlossen und 5 Milliarden Euro für Irland eingebracht.

Diskussionen über Eurostabilität und EU-Rettungsschirm

Der Erfolg der Platzierung der Anleihen brachte neuen Optimismus. „Das große Vertrauen der Investoren zeigt, dass all jene falsch liegen, die gesagt haben, dass der Euro in fünf Jahren nicht mehr existiert.“ Davon war EFSF Chef Klaus Reling überzeugt. Aber auch andere äußerten sich positiv gegenüber den Ansturm auf die Staatsanleihen. „Wenn wir die nötige Entschlossenheit beweisen, ist es möglich, dass Europa 2011 die Schuldenkrise überwindet“, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Doch die Debatte über die Aufstockung des EU-Rettungsschirms geht indes weiter. Bisher ist Irland das einzigste Land, welches unter ihn musste. Ob andere Länder noch folgen werden, ist derzeit aber ungewiss. Und genau hier liegt der Knackpunkt über die Sinnhaftigkeit der Aufstockung. Für den deutschen Außenminister Guido Westerwelle besteht kein Grund noch mehr in den EU-Rettungsschirm zu investieren, weil Irland gerade einmal 10 Prozent der Gesamtsumme benötigt und bisher kein anderer Staat um finanzielle Unterstützung gebeten hat. Doch die Diskussion über die Aufstockung erhitzt die Gemüter und wird sich wohl auch ins Jahr 2011 weit hineinziehen.

Aber zunächst einmal war die Stimmung über die geglückte Platzierung der irischen Staatsanleihen fast schon euphorisch. Wenn Irland seine Hausaufgaben macht, dann wird im zweiten Quartal eine weitere Anlage folgen mit ebenfalls einer Laufzeit von fünf Jahren.

Und was sagt der Euro-Kurs?

In der Nacht von Mittwoch kletterte der Euro-Kurs und zwar gewaltig nach oben und blieb bei einer Marke von 1,37 USD stehen. Das geschah das letzte Mal Ende des letzten Jahres.

Sicherlich, es spielen viele Faktoren eine Ursache für den Anstieg der europäischen Währung, dennoch zeigt sich, dass trotz des Auseinanderbrechens der irischen Regierung vor wenigen Tagen, der Euro sich auch an dem Erfolg der Staatsanleihen für Irland orientiert.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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