FED gibt erstmalig eine Pressekonferenz

Keine Änderung in der US-Zinspolitik

Keine Änderung in der US-Zinspolitik

In ihrer fast hundertjährigen Geschichte gab die US-Notenbank erstmalig eine Pressekonferenz – das allerdings blieb die einzig wirklich überraschende Neuigkeit. Denn an der derzeitigen Politik der FED wird sich vorerst nichts ändern. Der internationale Finanzmarkt nahm die Pressekonferenz mit wenig Beachtung hin – es war abzusehen, dass der Leitzins, anders als in Europa, erst einmal auf seinem Niveau erhalten bleibt.

US-Zinspolitik bleibt – US-Dollar zunehmend unter Druck

Nur der US-Dollar geriet zunehmend nach der Pressekonferenz unter Druck. Bereits sei Wochen kämpft die amerikanische Währung mit dem Zerfall. Der Euro stand am Mittwoch in New York bei 1,4769 USD und nahm innerhalb von zwei Tagen zwei Cent zu. Gegenüber dem Yen, dem Schweizer Franken und dem britischen Pfund ergab sich ein vergleichbares Bild. Hingegen blieben die zehnjährigen US-Anleihen weiterhin stabil auf einem Zinsniveau von 3,35 Prozent.

Dass die Geldpolitik der FED weiterhin so locker bleibt, begründete Ben Bernanke – Chef der US-Notenbank – mit der hohen Arbeitslosigkeit der USA. Nach Aussagen von Bernanke spielt neben der Preisstabilität auch die Vollbeschäftigung in den USA eine wesentliche Rolle der FED. Darum könne sie nicht – wenn Ende Juni die Käufe der Staatsanleihen zu Ende gehen – einfach die derzeitig geführte Politik ändern. Es müsse weiterhin in Staatsanleihen investiert werden, um die US-Wirtschaft zu stabilisieren – so Bernanke auf der Pressekonferenz.

Optimistisch sieht Bernanke in die Zukunft. Dass Rohöl und Rohstoffe aktuell steigen, wäre nur eine Phase der Natur, erklärte der FED-Chef. Auch eine Inflation sieht Bernanke nicht, er ist zuversichtlich, dass die Preise wieder sinken werden.

Ohne Kritik kam die Pressekonferenz naürlich nicht aus. Die US-Notenbank wird bereits in den US-Medien als Außenseiter der Notenbanken bezeichnet, weil sie sich  weigert, das Zinsniveau zu steigern, um den US-Dollar zu stabilisieren – dessen derzeitiger Zerfall aber nach Ansicht von Bernanke nur ein vorübergehendes Phänomen sei.

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

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