Euro-Inflation bereitet der EZB Kopfzerbrechen

Euro-Inflation schleicht sich ein

Beim Zusammentreffen der Zentralbank stand ausnahmsweise einmal nicht der EU-Rettungschirm im Mittelpunkt der Geschehnisse. Obwohl die Diskussionen darüber sich weiter stark im Hintergrund  abspielen. Vielmehr drehte sich das Thema gestern um die Teuerung innerhalb der Eurozone und diese wirkt sich langsam, dafür spürbar beunruhigend aus.

Denn immer mehr Länder in der europäischen Union stöhnen unter steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen. Auch das vom Wachstum geprägte Deutschland leidet  darunter. Derzeit liegt jedoch Deutschland mit einer Inflationsrate von 1,7 Prozent deutlich unter der der von der Euro-Zone angesetzten 2,2 Prozent Marke. Doch Ökonomen sagen bereits jetzt schon voraus, dass sich das zukünftig ändern wird. Dabei hat der niedrige Leitzins mit der aktuellen, europäischen Wachstumsrate von 3,6 Prozent schwer zu kämpfen. Kommt dann noch eine steigende Inflation hinzu, kann das Gleichgewicht nicht mehr gehalten werden. Es müssen also schnellsten Änderungen her, weil nicht nur Deutschland wird in Zukunft – sofern es nach Ansichten einiger Ökonomen geht – mit der Inflation kämpfen, in anderen Ländern ergibt sich ein vergleichbares Bild. Dabei muss man nicht einmal auf die krisengebeutelten Länder wie Irland oder Spanien schauen. Alleine Österreich hat seine Probleme mit steigenden Rohölpreisen, die Im Dezember die Inflationsrate auf 2,3 Prozent hochschießen ließ.

Keine Leitzinserhöhung, vorerst

Eigentlich änderte sich nichts mit dem Zusammentreffen der Zentralbank, dennoch konnte man in den Aussagen, die Jean-Claude Trichet traf, deutlich eine Veränderung bemerken. Denn im Dezember hieß es, dass die Zinsen angemessen wären, jetzt allerdings fügte man ein „noch“ vor das „angemessen“ hinzu. Die Teuerungsrate im Januar lag in der Euro-Zone bei 2,2 Prozent – Grund um sich langsam doch Gedanken darum zu machen, ob der Leitzins, der derzeit auf einem Rekordniveau von 1,0 Prozent steht, so bleiben soll. Aber zunächst werde man beobachten, so Trichet.

Indes wird in Deutschland von einem höheren Wirtschaftswachstum ausgegangen, wie bisher vermutet wurde. Bislang war man von einem Wachstum von 1,8 Prozent ausgegangen, jetzt jedoch von 2,25 Prozent. Allerdings beruhen die neuesten Prognosen vielmehr auf Insiderquellen und sind reine Vermutungen. Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle bestätigte die neusten Zahlen nicht. Man müsse schon bis Mittwoch, wenn die Wirtschaftsprognosen veröffentlicht werden, warten, so Brüderle. Ob angesichts der Sorge um die Euro-Inflation allerdings Freude aufkommen soll, bleibt fraglich.

Steigt weiter das Wachstum, wird auch die Inflation mitwachsen. Noch ist nichts im roten Bereich, zumindest in Deutschland. Dennoch wird es an der Zeit für Zentralbank sich über eine Anhebung des Leitzins Gedanken zu machen. Denn erst wenn dieser erhöht wird dämpft es das Wachstum, Kredite werden teurer und das Preisniveau kann schrumpfen.

Euro bleibt trotz oder gerade eben aufgrund der EBZ-Sitzung stabil

Nach den letzten Wochen scheint der Eurokurs endlich eine Verschnaufpause einzulegen und bleibt am heutigen Freitag stabil auf einer 1,33 US-Dollar Marke stehen. Die Signale seitens Trichet, die europäische Währung im Falle einer Inflation zu stützen, wirkten sich positiv aus. In den letzten beiden Handelstagen konnte der Eurokurs um durchschnittlich vier Cent zulegen.

Bildquelle: Gerd Altman/pixelio.de

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