Dollar-Absturz könnte deutliche Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft haben

Dollar Absturz-Auswirkung auf den Yen?

Nachdem die am Freitag veröffentlichten amerikanischen Beschäftigungszahlen die positiven Prognosen deutlich verfehlt hatten, fiel der Dollar auf den seit Jahren tiefsten Stand gegenüber den asiatischen Währungen, einschließlich des chinesischen Yuan. Nach Meinung der Händler hat der Dollar noch weiterhin gegen ein breites Spektrum von Währungen zu kämpfen, während ein langsameres Wirtschaftswachstum in den weltweit führenden Wirtschaften gleichzeitig droht, die Zinsen für länger als erwartet niedrig zu halten.

Viele Analysten erwarten, dass das Open Market Committee (OMC), das die Federal Reserve Politik vorgibt, eine weitere Lockerung der Geldpolitik am Ende einer Sitzung am Dienstag bekanntgeben wird. Diese Spekulation könnte den Dollar in den kommenden Sitzungen unter die psychologisch wichtige Marke von Y85.00 drücken, vermuten viele.

Um 4.50 Uhr heute stand der Dollar bereits wieder bei 85.45 Yen, bereits wieder relativ stabil, verglichen mit den 85.40 Yen am späten Freitagabend in New York, vor seinem Abrutschen auf den Tiefststand von 85.02 Yen. Wenn der Dollar die 85-Yen-Marke in den kommenden Tagen unterschreitet, würde er in der Nähe des Tiefststandes von 84.82 Yen vom 27. November kommen. Alles darunter wäre dann der tiefste Stand seit nunmehr fünfzehn Jahren.

Die kürzlich von der Chicago Mercantile Exchange freigegebenen Daten haben gezeigt, dass die Investoren ihre Wetten auf den Yen hochgefahren haben. In der Woche zum 3. August stieg die Zahl der Kontrakte bereits auf 47.998, verglichen mit 29.921 Verträgen in der Vorwoche. Yen-Long-Positionen, wie diese Einsätze genannt werden, sind bisher nur kaum über 50.000 Kontrakte gestiegen – was darauf hindeutet, dass die weitere Gewinne wohl eher moderat ausfallen werden, vermutet man auf Seiten der Analysten. In der Zwischenzeit wird der Dollar aber weiterhin wohl unter massivem Druck stehen.

Vor allem die Erwartung, dass wohl auch die Treasury-Renditen niedrig bleiben werden, trieb den Dollar bis zu Multi-Jahres-Tiefs gegenüber praktisch allen asiatischen Währungen. Der Dollar fiel auf einen kaum gekannten Tiefststand von 6.7656 Yuan, nachdem die chinesische Zentralbank die zentrale Parität Dollar-Yuan deutlich unter dem Niveau von Freitag festgesetzt hat. Der Greenback sank ebenfalls auf den tiefsten Stand von zwei Jahren gegenüber dem thailändischen Baht und dem malaysischen Ringgit, und gegenüber dem koreanischen Won und dem Taiwan-Dollar ist der tiefste Stand seit mehreren Monaten erreicht.

Nachdem in der letzten Woche der US-Dollar praktisch gegenüber allen Währungen ausser dem kanadischen Dollar so massiv an Boden verloren hat, äußert sich die japanische Regierung weiterhin sehr besorgt über den niedrigen Wert des Dollars. Ein niedriger Dollar bedeutet zwar niedrigere Preise bei amerikanischen Produkten – chinesische und japanische Waren hingegen werden damit empfindlich teurer. Finanzminister Yoshihiko Noda hat die schwere Sorge, eine übermässige Bewegung auf den Devisenmärkten könne die Wirtschaft bremsen und die monetären Bedingungen verschlechtern. Bereits in der vergangen Woche hat der Finanzminister das Verhältnis Yen/Dollar als „ein bisschen einseitig“ bezeichnet. Noda meinte, er würde in der nächsten Zeit permanent ein wachsames Auge auf die Devisenmärkte gerichtet halten, die Situation sei ernst.

Die Ankündigung, „bereit zu sein, entschiedene Maßnahmen einzuleiten“ hat es auch früher schon des öfteren von japanischen Finanzministern gegeben – den meisten Marktteilnehmern zufolge ist die japanische Regierung aber sicherlich noch einige Schritte davon entfernt, die Bank of Japan dazu anzuhalten, die Gewinne einzudämmen. Hier wird aber dennoch eher selten etwas so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die Entwicklung des Dollarkurses in der nächsten Zeit wird dann wohl erst darüber Aufschluss geben können, wohin der Trend tatsächlich geht.

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