Der Banker – Master of the Universe

Wollten sie schon immer mal wissen, was sich hinter den Kulissen eines Bankschalters abspielt, welche unter Umständen, dominanten, erodierenden Kräfte im weltweiten Finanzsystem schlummern, welche finanziellen Kettenreaktionen, Notenbankentscheidungen, Blasenbildungen an den Börsen, Bankenpleiten wie die Lehman Pleite im September 2008 hervorrufen können. Master of the Universe – der Dokumentarfilm schlecht hin – ein MUSS für jeden Trader und Banker.

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Der Banker - Master of the Universe Trailer

Transparente Rezension zum Film "Master of the Universe"

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Wie lebt es sich als Akteur in diesem hierarchischen System der Finanzelite

Die passende visuelle und akustische Untermalung der Doku „Der Banker: Master of the Universe“, wecken beim Seher Gefühle wie bei einem guten Psychothriller, der Protagonist betritt den verlassenen Business Tower und beginnt zu erzählen, nur es handelt sich hier bei nicht um Fiktion, sondern um die brutale Realität im Zusammenhang mit der Finanzkrise. Wie schaut der Arbeitsalltag eines Investment Bankiers aus, arbeiten bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit, man ist an hierarchische Strukturen erinnert wie bei einer Sekte oder bei einer Armee, die jedoch im Fall der Finanzelite aus hoch gebildeten Mitgliedern besteht. Und es geht ja um Beträge, mit sehr vielen Stellen und zwar nicht hinter, sondern vor dem Koma.

"Beim Betreten dieser abgesonderten Welt, man passiert die Sicherheitsschleusen und es macht psst, man Betritt die nächste Sicherheitsschleuse und es macht wieder psst. Und dann ist man unter sich, in einem eigenen parallel Universum, der Realwirtschaft."

Nahezu perverse Erscheinungen prägen den Alltag der Finanzwelt

Haben sie gewusst, dass die durchschnittliche Haltedauer einer Aktie heutzutage bei 22 Sekunden liegt, und vor 20 Jahren noch bei 4 Jahren gelegen ist. Normalerweise handelt sich bei einer Aktie um eine klassische Unternehmensbeteiligung. Diese Aussage des Protagonisten der eindrucksvollen TV Doku: Der Banker – Master of the Universe, soll illustrieren welcher Wahnsinn, sich oft völlig entkoppelt, von der Realwirtschaft an den internationalen Finanzmärkten nach wie vor abspielt und abgespielt hat. Zum Beispiel im Hochfrequenz Handel. Immer leistungsfähigere EDV und IT Systeme haben natürlich Erscheinungen wie diese und die immer stärkere weltweite Vernetzung der Finanzindustrie, in einem ungeheuerlichen Ausmaß, befeuert. Ja, wenn von der Finanzkrise gesprochen wird, ist der Gebrauch von Superlativen absolut angebracht. Die Art und Weise, wie diese Doku gemacht ist geht unter die Haut, ein nachdenklicher Protagonist, blickt reflektierend und erklärend zurück auf seine berufliche Laufbahn, als Investment Bankier, die Boom Zeiten der neunziger Jahre, bis nahezu in die Gegenwart, mit ihren desaströsen weltweiten Auswirkungen der vergangenen Jahre. Ein großer Nutzen des Films besteht auch darin, dass der Protagonist es versteht, diese komplexen Zusammenhänge auf einfache Art und Weise zu erklären, zum Beispiel, wie große Hedge Fonds durch gezielte Anleihe Ankäufe, es verstehen ganze Staaten wie Griechenland und die dahinter liegenden politischen Entscheidungsträger unter Druck zu setzen. Oder aber auch wie Banken eine ganze Armada an internationalen vernetzten Rechtsanwälten und Steuerberatungskanzleien beschäftigen müssen, um Rechtsstreitigkeiten und Fragestellungen unter anderem auch durch die jüngste Finanzkrise verursacht, zu bewältigen.

Quo vadis Perspektiven für die Zukunft, ist die Branche lernfähig?

Das Problem ist Krisen hat es immer gegeben, die menschliche Gier ist eine enorme und treibende zerstörerische Kraft. Denn je dicker die Hochglanz Corporate Social Responsibility Reports, der Branche ausfallen, desto größer ist der Schmutz den die jeweilige Bank, damit unter den Teppich kehren möchte, Naivität ist also in dieser Branche fehl am Platz. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, welcher sich insbesondere dadurch charakterisiert hat, dass eben die Notenbanken im Jahr 2008 anders in das Geschehen eingegriffen haben, als in der vergleichbaren weltweiten Finanzkrise der 30er Jahre, des vergangenen Jahrhunderts, besteht dennoch. Die scheinbare Lösung des Problems besteht auch darin, Pleite gegangene systemrelevante Banken, ganz einfach auf Kosten des Steuer Zahlers zu verstaatlichen. Um Folgen zu vermeiden, die der Volkswirtschaft noch einen viel enormeren Schaden zufügen würden, wie zum Beispiel ein Banken Run, dass bedeutet dass alle Einlagenbesitzer, ihre Einlagen in bar aus Angst innerhalb von kürzester Zeit abziehen. Der Film zeigt auch anhand des Beispiels „Zinswetten mit Kommunen“ wie verflochten die öffentlichen Einrichtungen mit der Finanzindustrie sind. Und dies führt zu gegenseitigen Abhängigkeiten, die dazu führen, dass unter Umständen der Steuerzahler in mehrfacher Hinsicht zum Handkuss kommt.

Dieser Film kann einerseits bei einleitenden finanzwissenschaftlichen Vorträgen an Universitäten und vergleichbaren Ausbildungsinstitutionen eingesetzt werden, um anschließend die Studenten, zu einer kritischen Diskussion anzuregen, was vielleicht zur Folge hätte, dass bei zukünftigen Akteuren der Branche, dass Bewusstsein geschärft werden würden und somit in weiterer Folge weniger Schaden entsteht. Aber dieser Film ist selbstverständlich, aufgrund seiner professionellen aber auch unterhaltsamen, hervorragenden Machart auch für Branchenfremde sehr gut geeignet. Um sich einen vor allem aber auch inhaltlich anspruchsvollen Fernsehabend zu gestalten. Gerade heutzutage, wo so viel Müll im Fernsehen gezeigt wird, sicher keine schlechte Idee. Schließlich regt der Film auch an, dieses Rendite getrieben System generell in Frage zu stellen und über Alternative nachzudenken. Das wären dann die ersten Schritte zu einer besseren und nachhaltigen Welt, mit weniger durch die Finanzwirtschaft verursachten Kollateralschäden.
Der Film ist als DVD erhältlich und so etwas wie ein informatives Gesamtkunstwerk, ideal dafür geeignet, anspruchsvoll und auf unterhaltsame Art und Weise, sein Finanzwissen zu erweitern. Egal mit welchen Vorkenntnissen.

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Quelle

ARSENAL Filmverleih GmbH

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