Aktien Depot im Ausland – Ausländische Broker im Vergleich

Depot im Ausland: Wir zeigen auf ob sich ein Auslandsdepot als Trader lohnt. Wer auf der Suche nach einem günstigen Online-Broker & Depot ist, wird im Ausland schnell fündig! Denn oft sind die dort ansässigen Broker günstiger als ein deutscher Wettbewerber hinsichtlich der Führung eines Aktiendepot. Ein Grund dafür ist, dass dieser Broker nicht den deutschen Gesetzen unterliegt, das heißt diese führen unter anderem keine Abgeltungssteuer ab. So kann der Trader einen Zinsgewinn gelangen, bis die Versteuerung am Jahresende naht. Im Internet gibt es zahlreiche Vergleiche von ausländischen Brokern die eine Depotübertrag für Sie zum Teil kostenlos abwickeln. Dabei sind die Kosten und Leistungen sehr übersichtlich zusammengestellt, so dass jeder Trader den für sich richtigen Broker findet. Wir haben für Sie die wichtigsten Depots im Ausland zusammengestellt.

Auslandsdepot Vergleich

Aktiendepot ins Ausland verlagern

Auslandsdepot Vorteile & Nachteile
Immer mehr deutsche Anleger sehen einen Vorteil darin, ein Depot bei einem ausländischen Broker anzulegen. Denn dies hat zwei Vorteile. Der erste Vorteil ist, dass die Ordergebühren bei einem Broker im Ausland sehr viel geringer sind. Denn es haben sich einige dieser Broker außerdem auf den amerikanischen Markt spezialisiert. Die Orderkosten sind sehr viel geringer, als die der deutschen Broker. Einige haben sogar kostenfreie Realtime-Kurse und ein kostenfreies Depot in ihrem Angebot. Der zweite Vorteil ist, dass ausländische Broker sich nicht an die Steuergesetzgebung halten müssen. Es ist nicht üblich, dass dort z. B. eine Abgeltungssteuer herrscht, welche an das Finanzamt abgeführt werden muss. Für den Anleger heißt dies jedoch nicht, dass er sich nicht an diese Pflicht halten braucht. Denn er muss diese Gewinne als Spekulationen bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigen. Der Anleger hat auch die Möglichkeit, sein Geld auf mehrere Staaten zu verteilen. Die Schweiz hat auf dem Markt das höchste Renommee, um Geld zu investieren. Viele sehen das Land Schweiz als eine Chance gut Geld anzulegen, vorzugsweise natürlich in einem preiswerten Aktiendepot. Denn die Währung Franken wird nicht durch die Euro- Käufe gedeckelt, sondern kann weiter durch die Nationalbank aufgewertet werden. Somit wird diese Währung meist als Inbegriff des harten Geldes bezeichnet. Die Verzinsung ist jedoch kein Lockmittel, denn die Staatsanleihen der Schweiz sind nur um ungefähr 0,6 Prozent pro Jahr gestiegen. Auch die Sparzinsen tendieren eher gegen Null. Auch die Einlagensicherung liegt in der Schweiz unter dem europäischen Wert von 100.000 Euro. Bevor Sie Auslandsdepot eröffnen sollten Sie daher alle Ihnen bekannten Banken und Broker vorher vergleichen.

Was ist die Abgeltungssteuer? Und was ist beim Auslandsdepots zu beachten?

Die Abgeltungsteuer existiert in Deutschland seit dem Jahr 2009. Der Steuersatz dafür liegt bei 25 Prozent. Schaut man sich diese einmal im europäischen Vergleich fällt auf, dass nur Finnland und Schweden mit 28 bzw. 30 Prozent eine höhere Steuer zu entrichten haben. Luxemburg und Belgien, aber auch Polen und Tschechien kommen das bedeutend besser weg. Doch bei der Abgeltungsteuer kommt es auch auf die Bemessungsgrundlage an. In Österreich wird der Steuersatz nur auf Dividendenerträge angewandt (weitere Informationen auf Expertencheck.at). Diese Regelung gibt es in Deutschland nicht mehr. In anderen Ländern gibt es sogar eine Steuerfreiheit nach einer Frist von einem halben Jahr. Die Deutschen haben somit das Recht, im Ausland ein Depot und damit ihr Geld anzulegen. Ebenfalls seit dem Jahr 2009 gibt es das Bankengeheimnis in einigen europäischen Ländern. Nicht jedoch in den Niederlanden z. B., denn diese Broker sind verpflichtet, dem deutschen Staat alle Erträge mitzuteilen, die dort erzielt wurden. Dann kann der Staat sie im Rahmen der Einkommensteuererklärung überprüfen. Ist ein Anleger sehr wohlhabend, dann kann er z. B. in Luxemburg durch die Anlageform private Label-Fonds die deutsche Abgeltungssteuer umgehen. Jedoch kann man diese Anlageform erst ab Beträgen von mehr als 5 Millionen Euro erwirtschaften.

Was ist bei der Meldung des Depots zu beachten

Besitzt man Kapitalanlagen im Ausland, dann sind diese bei dem Finanzamt anzuzeigen. Und zwar sind die Erträge aus dem Ausland in der Einkommensteuererklärung zu erfassen. Die erzielen Kapitalerträge werden mit 25 Prozent (Kapitalertragsteuer: KESt, KapESt, KapErtSt oder auch KapSt) zuzüglich Solidaritätszuschlag einbehalten und an den Staat abgeführt. Für den Privatanleger ist damit der ganze Vorgang erledigt. Er muss nicht separat die Erträge mit einer Abgeltungssteuer abführen. In einigen Fällen lohnt sich auch eine deutsche Anlage, wenn z. B. der Sparerfreibetrag von 801 Euro, Freistellungsaufträge oder Verluste noch berücksichtigt werden müssen. Wenn die persönliche Einkommenssteuer bei unter 25 Prozent liegt, dann wendet der Staat immer den günstigeren Steuersatz auf die Erträge an. Bei den ausländischen Dividenden sieht der Sachverhalt allerdings anders aus. Denn nicht nur der heimische Staat hält die Tasche auf, sondern auch der ausländische Fiskus. Bereits bei der Ausschüttung werden diese Steuer einbehalten. Damit ein Teil davon zurückgeholt werden kann, ist die ausländische Quellsteuer bei der Steuererklärung einzutragen und muss mit einer Bescheinigung nachgewiesen werden. Denn Kapitalrückzahlungen unterliegen nicht der Steuer. Werden Zinsen von einem deutschen Konto auf ein ausländisches Konto gezahlt, dann wird keine Kapitalertragssteuer einbehalten. Die Zinsen sind jedoch steuerpflichtig. Dies gilt auch für den Fall, dass sie auf ein außerdeutsches Konto fließen. Bei der Einkommenssteuererklärung sind diese auch zu deklarieren. Wer in der Schweiz ein Konto hat und regelmäßig Zinseinkünfte erhält, muss das Zinsbesteuerungsabkommen der Schweiz berücksichtigen. Gibt es keine Meldung an deutsche Behörden, dann können die Schweizer Banken mit einem EU- Steuerrückbehalt drohen. Derzeit beträgt dieser 35 Prozent. Auf Rückzahlungen werden keine Steuern erhoben. Dafür genügt dem Fiskus ein Nachweis. Auch hier ist es bei ausländischen Kapitalgesellschaften zumeist recht schwierig. Die Gesellschaft des Anlegers muss in Deutschland den zurückgezahlten Einlagebetrag beantragen. Mit dieser Bescheinigung kann die Kapitalrückzahlung dann nachgewiesen werden.

Wertpapierdepot im Ausland – Ein Vergleich lohnt sich

Ein Vergleich der möglichen Depots ist ganz einfach und sehr unkompliziert. Dabei sollte man allerdings wenn möglich die Sprache des Landes beherrschen, in dem das Depot eröffnet wird. In der Regel ist die Webseite der Online oder auch Forex Broker mehrsprachig aufgebaut, jedoch ist oft die Übersetzung nicht sonderlich gut und die englische Sprache solte bevorzugt werden. Die Eröffnung eines Depots im Ausland kann selbstverständlich auch online erfolgen. Dies geht ganz einfach anhand der Legitimationspapiere, die schriftlich vorgelegt werden müssen. Dafür muss die Post nur den Personalausweis der jeweiligen Person untersuchen und beglaubigen. Dann werden die Anträge zugeschickt und der Antrag kann unterschrieben werden. Bevor jedoch ein echtes Trading-Konto (auch Realkonto genannt) eröffnet wird, sollte man insbesondere bei Forex Brokern, zunächst ein sogenanntes Demokonto eröffnen. Bei der Eröffnung eines Demokontos handelt es sich um ein virtuelles Tradingkonto, welches mit echten Marktdaten arbeitet, jedoch nicht mit echten Finanzmitteln agiert. Der Anleger findet dabei virtuelles Spielgeld vor, welches der Forex Broker in einer bestimmten Höhe zur Verfügung stellt. Das virtuelle Spieldepot kann so z.B. mit ausländischen Aktien, Binäre Optionen, CFD, Futures, Anleihen oder anderen Wertpapieren ausgestattet werden. Der Umfang des Depots und alle angebotenen Funktionen können so vom Trader getestet werden. Ist man von der Leistung des Brokers überzeugt, so erfolgt der nächste Schritt zum vollwertigen Handelskonto.

Ist es überhaupt legal ein ausländisches Depot anzulegen?

Damit eine Besteuerung auf das Depot ordnungsgemäß erfolgen kann, muss eine genaue Aufstellung vorgelegt werden. Diese wird dann von der ausländischen Bank am Ende des Jahres versendet. Somit ist das ausländische Depot keinesfalls illegal. Zwar ist der Aufwand auf der einen Seite größer, trotzdem kann der Anleger von einer schönen Kostenersparnis profitieren, als wenn er ein inländisches Depot eröffnen würde. Auch die Steuerhinterziehung bei ausländischen Depots ist kaum noch möglich, denn die Vernetzung der einzelnen Behörden funktioniert in der heutigen Welt immer besser. Direkt am Wohnsitz des Anlegers werden die Erträge von diesem gemeldet. Egal ob man in Österreich, in der Schweiz oder in Singapur ein Depot eröffnet, es ist legal, wenn man die Spielregeln einhält. Jeder Mensch kann sein Geld bedenkenlos im Ausland anlegen, er muss es nur dem Fiskus melden. In der Schweiz haben Ausländer im letzten Jahr z. B. circa 3000 Milliarden Euro angelegt. Davon sollen circa 400 Milliarden Euro alleine aus Deutschland stammen. Die Zahl der Gewinne, die nicht im eigenen Land versteuert werden, ist unklar. Doch es ist auch in Zukunft nicht erwünscht, Gewinne einfach am Heimatstaat vorbei zu wirtschaften. Wenn sich Kunden verweigern dies zu tun, dann werden viele Banken die Zusammenarbeit beenden, hat erst jüngst eine Schweizer Bank angedroht. Außerdem kommt es zu einer Anzeige bei den Steuerbehörden, denn dies wäre unfair den Menschen gegenüber, die ehrlich ihr Geld versteuern lassen.

Für den Anleger keine doppelte Steuerlast

Für die deutschen Steuerbehörden ist dies trotzdem ein Katz und Maus-Spiel. Denn wenn die Steuern bereits an der Quelle, also beispielsweise in der Schweiz bezahlt wurden, dann muss der deutsche Fiskus diese wieder zurückerstatten. Denn die Gewinne bzw. Einkünfte dürfen nicht doppelt besteuert werden. Von den 35 Prozent Quellensteuer erhält der Anleger so wieder einen Teil zurück, dies ist die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent, zuzüglich eines Solidaritätszuschlags. Jedoch kann der Anleger diese Zahlung an der Quelle schon vermeiden, indem er den ausländischen Banken eine Vollmacht erteilt, dass seine Daten direkt nach Deutschland weitergeleitet werden. Dann werden die Einkünfte erst in dem Heimatland versteuert.

Fazit zum Auslandsdepot

Wer sein Geld investiert, sollte sich vorab gut überlegen wo und bei welchem Broker, denn meist geht es um eine ganze Stange Geld. Will man sein Geld im Ausland deponieren, dann muss nicht die Brieftasche mitgebracht werden, sondern der Anleger muss mit höheren Kosten rechnen. Manche Banken haben sogar eine Untergrenze zum investieren, denn sie nehmen erst Einzahlungen von mehr als 20.000 Euro zum Beispiel an. Außerdem kommen in manchen Fällen teure Cross- Order Gebühren oder Depotgebühren hinzu. Alles in allem kann das Anlegen von Geld bei einem ausländischen Broker sinnvoll sein, um Geld im Vergleich zu einem inländischen Broker zu sparen, jedoch sollte vorab ein Vergleich gezogen werden. Wer also sein Depot im Ausland eröffnen möchte, sollte daher unseren Vergleich nutzen und sich über die steuerlichen und wirtschaftlichen Risiken bewusst sein. Ebenso sollten Sie alle Jahre prüfen ob eine Depotübertrag für Sie nicht lohneswert ist.

Moment bitte!
Nichts mehr verpassen!

Sind Sie bereits unser Fan auf Facebook?

Erhalten Sie Neuigkeiten und Hintergrundwissen rund um das Thema Börse sowie tiefe Einblicke in die Welt der Trader. Unabhängige Testberichte, Analysen, Videos und vieles mehr.

Popup

Ja, ich will unbedingt ein FAN werden!