China strafft seine Geldpolitik

Chinas Geldpolitik wird gestrafft

Dass die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden ist, zeigen die jüngsten wirtschaftlichen Ereignisse. Erst musste Irland unter den EU-Rettungsschirm fliehen und Portugal wackelt bereits über seinem hohen Staatsdefizit. Nur China, das Land des Lächelns, wächst über sich hinaus. Aber genau das könnte nun fatale Folgen haben. Denn die Immobilienblase rückt näher und steht kurz vor dem Platzen. Nun zieht China die Notbremse und entschließt sich seine eigene Geldpolitik zu straffen. Doch hat das Folgen auf Europa und den Euro?

In Zeiten der Wirtschaftskrise verloren Europa und die USA in ihrer Wirtschaftsleistung bis zu vier Prozent, während China mehr als neun Prozent zulegen konnte. Das lag unter anderem an der Förderung. Denn Wirtschaft und insbesondere die Immobilien wurden hoch gepusht. Aber die lockere Geldpolitik brachte zwar einen kurzfristigen Erfolg, führte langfristig zu noch mehr Problemen.

Die Immobilienblase droht in China zu platzen

Denn das Wachstum Chinas birgt auch Schattenseiten und so kämpft die kommunistische Weltmacht nun mit der Inflation und versucht sie mit gebündelten Maßnahmen zu kontrollieren, vielmehr einzudämmen. Die belief sich alleine im Oktober auf 4,4 Prozent und ist nach aller Wahrscheinlichkeit auch im November weiter angestiegen. Sichtbar wird die Inflation vor allem in den Lebensmittelpreisen, die um mehr zehn Prozent zulegten (Quelle: Spiegel online). Wenn man berechnet, dass die Mindestlohngrenze eines chinesischen Arbeiters bei umgerechnet 122 Euro im Monat liegt, kann das vor allem für die Regierung Folgen haben. Denn auch in einem kommunistischen Land ist man nicht vor Streiks gefeit und allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung kann wiederum auch zum Sturz der Regierung selbst führen.

Bestes Beispiel dafür war die Umstürzung des DDR-Regimes. Doch würde Chinas kommunistische Politikführung zusammenbrechen, würde das international auf wirtschaftlicher Ebene negative Konsequenzen mit sich ziehen. Denn nicht nur, dass China in seiner Devisenschatulle rund 2 Billionen US-Dollar hortet und dazu nun immer mehr Eurodevisen hinzukommen, auch dass das Land in Zeiten von europäischen Krisen Staatsanleihen von gebeutelten Staaten wie Portugal und Irland kauft, macht deutlich wie abhängig Europa von China ist. China macht sich unersetzlich für die internationale Wirtschaft, aber würde die Wirtschaftsmacht nicht in seinem eigenen Land etwas ändern, dann käme es nicht nur zur allgemeinen Unzufriedenheit, sondern auch zur Immobilienblase und zu einer irritablen Inflation. Das gilt es nun zu verhindern und die Geldpolitik zu straffen. Höhere Immobilienpreise, Anhebung des Leitzinses und mehr Kontrolle sind unter anderem Maßnahmen, die die neue Geldpolitik Chinas verfolgen. Auswirkungen in der Euro-Zone – das bleibt abzuwarten.

Wie sich der Euro auf die Geldpolitik Chinas bewegt

Am Freitag noch profitierte der Euro von den schwachen US-Konjunkturdaten, konnte aber am heutigen Handelstag das Niveau nicht mehr halten und rutschte auf eine Marke 1,3290 US-Dollar. Es ist schwer abzuschätzen, wie sich der Euro zukünftig auf die Geldpolitik Chinas bewegt, denn innerhalb Europas gibt es genügend, auf den der Euro derzeit reagiert und das häufig sehr nervös.

Bildquelle: Gerd Altman/Pixelio.de

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