Aus Krise wird Währungskonflikte zu Wirtschaftskrieg?!

Wenn die Währung manipuliert wird

Es scheint so als ob nach der Währungskrise jetzt ein Wirtschaftskrieg droht. Die globalen Spannungen, die sich immer mehr ausweiten, drohen langsam aber sicher in einen Handelskrieg auszuarten. Zwei Ereignisse, die letzte Woche stattfanden, bekräftigen dies noch. Zum einen griff Japan einseitig auf den Währungsmarkt ein, damit der Wechselkurs des Yen nach unten gedrückt wird. Zum anderen sagte US Finanzminister Timothy Gaithner am Donnerstag, dass China seine Währung schneller und vor allem stärker steigen lassen soll. Somit verschärft sich die Währungskonflikte und es wird immer deutlicher, dass die Wirtschaftskrise nicht von konjunktureller sondern von systemischer Art ist. Auch immer mehr (Forex) Experten rechnen nicht mit einer Erholung der Krise. Durch den geringen Wachstum des US Marktes und die europäische Krise der Staatsfinanzen, werden die Exportmärkte hart umkämpft und dies führt unvermeidlich zu verschärften Handelskonflikten. Stagnierende oder nachlassende Märkte könnten diese Handelskonflikte noch weiter verschärfen.

Der Yen wird nach oben getrieben

Am letzten Mittwoch verkaufte Tokio Yen im Wert von etwa 20 Milliarden Dollar und brach damit das stillschweigende Abkommen, das unter den Industriemächten herrscht, einseitige Währungsschritte zu unterlassen. Seit mehr als sechs Jahren hatte Japan nicht mehr eine solche Intervention gestartet und vor allem war es die größte, die jemals an einem Tag durchgeführt wurde. Da der Yen gegenüber dem Dollar um mehr als 10 Prozent gestiegen war und auch gegenüber den Euro und dem Yuan mächtig zulegte, kündigte Japan ein solches Vorgehen schon an. Auch wurde dieses Vorgehen angekündigt, da der negative Effekt den der hohe Yen auf die Ausfuhr der Waren hat, zu schützen, da Japan ein exportabhängiges Land ist. Auch kündigte Naoto Kan am Donnerstag an, dass weitere Interventionen nicht ausgeschlossen wären, obwohl der Yen gegenüber dem Dollar am Mittwochabend um fast drei Prozent gefallen war. Naoto Kan will den Yen mit entschlossenen Maßnahmen weiter drücken.

US Finanzminister Geithner macht China verantwortlich

Timothy Geithner, US Finanzminister hat China am Donnerstag unausgesprochen gedroht, dass Gegenmaßnahmen einsetzten würden, wenn Peking seine Währung, den Yuan, nicht schneller und stärker steigen lassen würde. Da Abgeordnete und Senatoren China für den Verlust der amerikanischen Arbeitsplätze verantwortlich macht. Auch kritisieren sie die Regierung Obamas, da diese China nicht als offizielle „Währungsmanipulator“ einstuft. Somit werden für die chinesischen Exporte in die USA auch weder Zölle noch andere Strafmaßnahmen verhängt. Die USA versucht besonders massiv ihre Währung billig zu halten und möchte sich somit gegenüber ihren Rivalen Handelsvorteile verschaffen. Den großen Wirtschaftsmächten und vor allem Japan tut diese Politik nicht gut. Weiter sagte Geithner, dass der Yuan unterbewertet sei, äußerte sich aber nicht zu dem chinafeindlichen Gesetz, welches im Kongress beraten wird. Außerdem gab er zu verstehen, dass China seinen Wechselkurs um mindestens zwanzig Prozent anheben muss. Der Yuan ist seit Juni gegenüber dem Dollar um 1,5 Prozent gestiegen und erreichte somit, am Tag der Anhörung, seinem höchsten Wert, seitdem er in Shanghai gehandelt wird (1994).

Aber auch andere Länder sind auf den Währungsmärkten aktiv

So hat zum Beispiel Südkorea, Taiwan, Thailand und Singapur Dollar gekauft, um den Abstieg ihrer Währung zu verlangsamen. Gegenüber dem Yuan sind diese Währungen jetzt um dreißig Prozent gestiegen. Auch der brasilianische Finanzminister Guido Mentega wolle Dollar kaufen, um die Aufwertung der Landeswährung „Real“ zu stoppen. Somit ist also nicht nur Japan an den Währungsmärkten aktiv. Diese Praxis nimmt überall zu um die Währung in Schacht zu halten. Allerdings war Japan die erste Wirtschaftsmacht, die wegen der globalen Krise intervenierte.

Der Markt schläft nicht! Und Sie?

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter und erfahren Sie immer das Neuste und Wichtigste aus den Bereichen Aktien, Börsen, Broker und vieles mehr!

One thought on “Aus Krise wird Währungskonflikte zu Wirtschaftskrieg?!

  1. Pingback: Finanznachrichten.info

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

300 € Neukundenprämie sichern

300 Euro Orderguthaben für Sie!

Eröffnen Sie bis zum 31.12.2016 Ihr Depot und nutzen Sie Ihre Neukundenprämie direkt für Ihre ersten Trades!

  • Aktien ✚ CFD ✚ Indizes ✚ Rohstoffe
  • BaFin Regulierung ✓✓✓
  • Kostenloses Demokonto
Sind Sie bereits unser Fan auf Facebook?Jetzt Fan bei Facebook werden

Moment bitte!
Nichts mehr verpassen!

Sind Sie bereits unser Fan auf Facebook?

Erhalten Sie Neuigkeiten und Hintergrundwissen rund um das Thema Börse sowie tiefe Einblicke in die Welt der Trader. Unabhängige Testberichte, Analysen, Videos und vieles mehr.

Popup

Ja, ich will unbedingt ein FAN werden!