Asiatische Währungen – Trend mit Spitzen-Potenzial oder doch nicht das goldene Kalb?

Asiatische Währungen als Trandfaktor

Asiatische Währungen als Trandfaktor

Die asiatischen Länder haben ihren Status als Entwicklungsländer zu einem guten Teil hinter sich gelassen, und in den letzten Jahren – nicht zuletzt auch im Angesicht der Wirtschaftskrise der meisten westlichen Länder – eine beachtliche Wirtschaftskraft entwickelt. Schon lang nicht mehr nur Billig-Lohn-Länder für die Produktionswirtschaft, haben viele asiatische Länder, in denen Arbeitskraft natürlich noch immer um ein Vielfaches billiger ist als im Westen, sich in vielen Bereichen an die Spitze technologischer Entwicklung vorgearbeitet. Und die Vermarktung dieser Spitzentechnologie zu einem praktisch konkurrenzlosen Preis verschafft vielen Ländern eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Macht, die jetzt erst langsam spürbar wird. Man denke beispielsweise nur an Indien.

Asiatische Aktien gelten seit Langem schon als gute Anlage mit hohem Potenzial, nicht zuletzt auch wegen des hohen Wirtschaftswachstums in vielen asiatischen Ländern, das natürlich auch in einem konstanten Wachstum der Anlagen reflektiert. Der Trend ist momentan sicherlich noch ungebrochen, auch nach der Meinung der meisten Experten. Ebenso wie bei den Aktien verhält es sich natürlich auch mit den meisten asiatischen Währungen. Darüber hinaus verfolgen die meisten asiatischen Länder eine äußerst solide Haushaltspolitik – von vielen westlichen, und vor allem europäischen Staaten nun ja nicht gerade behaupten kann. Mit Förderungen in zweistelliger Milliardenhöhe gerade noch mal eben so vor dem sicheren Staatsbankrott gerettet werden zu müssen ist ja wohl kaum ein Zeichen geglückter, konservativer Haushaltspolitik. Im Gegensatz wurden bei den meisten asiatischen Ländern im letzten Jahr von den Ratingagenturen sogar noch die Kredit-Ratings angehoben. Was für ein Gegensatz.

Dazu kommt, dass praktisch die gesamte asiatische Wirtschaft mit all ihren Produkten auf dem Weltmarkt gleichwertig neben den westlichen Wirtschaftserzeugnissen steht, bei allerdings zumeist wesentlich günstigeren Preisen in den meisten Bereichen. Während die meisten westlichen Länder mit Krisen und zäher Konjunktur kämpfen, manche auch mit gravierenden Strukturschwächen und einige – wie die USA – mit einer alle Grenzen sprengenden Auslandsverschuldung, erwirtschaften viele asiatische Länder im selben Moment enorme Handelsbilanz-Überschüsse mit westlichen Ländern, und bauen gewaltige Devisen-Reserven auf, die die eigene Währung noch zusätzlich stabilisieren. Den Kapitalzuflüssen aus dem Westen – nicht nur potenzielle Absatzmärkte, sondern auch attraktive Anlage-Märkte – können sie damit leicht verkraften. Man kann dieses Ding ja durchaus von zwei Seiten sehen: Nicht nur Aufwertung der asiatischen Währungen, sondern vor allem Schwächung von Euro und Dollar in vielen asiatischen Ländern – und das bedeutet langfristig gesehen für die westlichen Industrienationen nun eben nicht nur Gutes, wenn gleichzeitig das Wirtschaftswachstum der asiatischen Staaten weit höher ist, als aller anderen Länder der Welt.

Dennoch – und das mag als Wermutstropfen für das Anlage- und Währungsparadies Asien gelten – sind praktisch alle Länder in ihrer Währungspolitik sehr vorsichtig, und versuchen fast geschlossen den Druck zur Aufwertung ihrer Währungen zu bremsen, teilweise auch mit recht drastischen Maßnahmen. China beispielsweise hat den Devisenhandel bereits überhaupt komplett reglementiert, um jeglicher Aufwertung des Yuan entgegenzuwirken. Drastische Maßnahmen sind bei den engen Margen der Exportindustrie allerdings auch dringend nötig, um die auch bereits sehr hohe Inflation hintanzuhalten. Die Währungsinterventionen der asiatischen Regierungen stellen natürlich ein Hemmnis für den Devisenhandel dar – es ist zwar eben nicht alles ganz so golden, wie es glänzt – aber im Ganzen gesehen wohl dennoch ziemlich gut.

Bildquelle: Martin Kolb/pixelio.de

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